Newsletter der MB-G Ausgabe 2/2014

Liebe Mitglieder und Freunde der Marianne Brandt Gesellschaft,

wir möchten Sie über neue Aktivitäten der Marianne Brandt Gesellschaft informieren. Gern nehmen wir auch weiterhin Ihre Fragen, Anregungen und Vorschläge zur Optimierung unserer gemeinsamen Arbeit im Sinne von Marianne Brandt auf.

Chemnitzer Museumsnacht
„Poesie in Silber“ – Ausstellung von Mathias Heck, Silberschmied und Formgestalter

Zu dieser Schau sind Sie herzlich eingeladen, denn auch zur diesjährigen Museumsnacht am 3. Mai öffnet das Marianne Brandt Haus in der Heinrich- Beck- Straße 22 ab 18 Uhr seine Tür für die Chemnitzer und ihre Gäste.

Die neue Ausstellung „Poesie in Silber“ von Mathias Heck zeigt profane und sakrale Objekte des Künstlers aus Klaffenbach. Das sind Arbeitsmodelle von Weinkannen, eine Teekanne, Abendmahlskelche und vieles andere. Einige Stücke können auch käuflich erworben werden. Zu sehen ist der Samowar, der beim Marianne Brandt Wettbewerb eine Belobigung erhielt ebenso wie ein großer Deckenleuchter vom Marianne Brandt Symposium.

Künstler Mathias Heck beim Aufbau seiner Exponate Foto: C.S. Hueber

Gespräche mit Mathias Heck stehen von 19 bis 21 Uhr auf dem Programm. Sein Großvater Johannes Heck arbeitete 1929 am Bauhaus Dessau mit Marianne Brandt in der Silberschmiede zusammen. Die ebenfalls ausgestellten historischen Zeichnungen und Farbbilder lassen deutlich den Bauhausbezug erkennen. Der Künstler wird die Fragen der

Besucher beantworten und aufzeigen, wie sein Schaffen auch von der Bauhauskünstlerin Marianne Brandt geprägt wurde.

Nachgetragen

Vernissage der Exposition „Nachfolger Henry van de Veldes: Marianne Brandt“

Am Abend des 30. Januar 2014 hatten sich etwa 200 Gäste in der Villa Esche eingefunden, darunter auch einige Mitglieder unserer Gesellschaft. Der Andrang war riesig.

„Hausherrin Dr. Andrea Pötzsch begrüßte die Gäste zur Ausstellungseröffnung unter dem Titel »Die Bauhauskünstlerin Marianne Brandt« und dankte der Chemnitzer Marianne- Brandt-Gesellschaft und dem Industrie Museum Chemnitz. Erstmals würden Exponate gezeigt, die Marianne Brandt zwischen 1929 und 1932 in den Gothaer Ruppel-Werken formte, und die anschließend im Industriemuseum als Dauerleihgabe verblieben“, möchten wir Andreas Eichler vom Mironde Verlag zitieren. Und ebenso: „Der Formgestalter Prof. Karl Clauss Dietel aus Chemnitz sprach als zweiter Referent. Er erinnerte daran, dass Chemnitz das Industriezentrum Sachsens war, und dass Marianne Brandt mit dem Rhythmus der Industrie aufgewachsen sei. Marianne Brandt habe sich für den Beruf des Industrieformgestalters entschieden, einem der schönsten aber auch »härtesten« Berufe. Im Anschluss gab Dietel den Gästen eine Beschreibung des Brandtschen Lebens. Mit Klängen eines Klavier– und Violin-Duos schloss der Vortragsteil. Der Weg zur Ausstellung im Ersten Stock wurde freigegeben. Die Besucher strömten zu den Vitrinen.“

Prof. Karl Clauss Dietel (rechts) im Gespräch mit Bernd Freese Foto: Birgit Enzmann

Die Ausstellung ist noch bis zum 8. Juni in der Villa Esche zu sehen und auch am 3. Mai zur Chemnitzer Museumsnacht.

Lassen Sie sich die „Poesie in Silber“ in den Räumen unserer Geschäftsstelle und die Sonderausstellung über Marianne Brandt in der Villa Esche nicht entgehen. Der Besuch lohnt sich in beiden Fällen.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre Marianne Brandt Gesellschaft

Newsletter der MB-G 2/2013

Liebe Mitglieder und Freunde der Marianne Brandt Gesellschaft,

unser zweiter interner Newsletter informiert Sie über die Aktivitäten der Marianne Brandt Gesellschaft. Gern nehmen wir auch weiterhin Ihre Fragen, Anregungen und Vorschläge zur Optimierung unserer gemeinsamen Arbeit im Sinne von Marianne Brandt auf.

Vernissage zur Ausstellung “Metallische Impressionen”

Carmen-Sylva Hueber, Vorsitzende der Marianne Brandt Gesellschaft (links) und Dr. Rita Müller vom Industriemuseum im Gespräch mit Prof. Christian von Borczykowski. Fotos(3): Ursula Lange. Im Hintergrund auf der Lok das Exponat “L’Albatros” von Prof. Rolf Lieberknecht.

Die Marianne Brandt Gesellschaft zeigte vom 17. September bis 6. Oktober im Industriemuseum Chemnitz die Ausstellung „Metallische Impressionen“ und würdigte damit die größte Tochter der Stadt. Anlass ist ihr 120. Geburtstag und der 30. Todestag in diesem Jahr. Ausgewählte Arbeiten von Karl Clauss Dietel, Birgit Enzmann, Rolf Lieberknecht, Frank Maibier, Anna Franziska Schwarzbach und Ralph Siebenborn wurden als unerwartete Kontrapunkte zu den Exponaten des Industriemuseums präsentiert, sozusagen als „Ausstellung in der Ausstellung“. Zu den Exponaten zählten auch die Metall-Skulptur „Wandel“ von Prof. Dietel und die Marianne Brandt Eisenbüste von Anna Franziska Schwarzbach vor dem Industriemuseum. Ebenso zu sehen Kinetik in Metall oder Metallisches und Hölzernes aus der Flut.

Die Künstler traten mit ihren Exponaten in einen Dialog mit Marianne Brandt und spürten der Frage nach, wie in der heutigen Zeit Bildende Kunst und Gestaltung korrespondieren.

„Unsere Präsentation baut auf der gemeinsamen Basis des Materials Metall auf“, betonte die Vorsitzende der MBG Carmen-Sylva Hueber in ihrer Begrüßung der nahezu 100 Gäste, darunter auch Dorothee Obst, die Bürgermeisterin von Kirchberg, wo Marianne Brandt ihre letzten Jahre verbrachte und starb.

In die Ausstellung führte Diana Kopka ein, Wissenschaftliche Volontärin an den Kunstsammlungen Chemnitz. Sie fand bildhafte Worte zu allen Arbeiten und verdeutlichte wie diese auf unterschiedliche Weise Metall und Kunst verbinden.

Diana Kopka von den Kunstsammlungen Chemnitz (rechts im Bild) erklärt anschaulich die Exponate der „Ausstellung in der Ausstellung“.

Im Anschluss hatten die Besucher Gelegenheit, die zur Vernissage anwesenden Künstler, also Prof. Dietel, Prof. Lieberknecht und Ralph Siebenborn, über ihre Exponate auszufragen, und sie nutzten das reichlich. Denn gerade die faszinierenden vier kinetischen Objekte von Rolf Lieberknecht lassen viel Spielraum für den Gedankenaustausch, und der Künstler selbst hat interessante Erklärungen parat. Zudem gab es ganz zeitgemäß per Code Informationen auf das Smartphone.

Prof. Lieberknecht (rechts) und Ralph Siebenborn am Kolossalkopf von Marianne Brandt.
Prof. Dietel im Gespräch mit Dorothee Obst, Bürgermeisterin von Kirchberg (links im Bild) und Ursula Lange, Pressesprecherin der MBG

Ehrung zum 120. Geburtstag

Am 1. Oktober ehrten Mitglieder der Marianne Brandt Gesellschaft die Bauhaus-Künstlerin anlässlich ihres 120.Geburtstages an der Grab-Stele auf dem Nikolai Friedhof Chemnitz und legten Blumen nieder (Foto unten). Anschließend besprachen Vorsitzende Carmen-Sylva Hueber und der Vorstand in der Villa Esche die neuen Vorhaben der Gesellschaft.

An der Grab-Stele von Marianne Brandt auf dem Nikolai Friedhof Chemnitz: Kai Busacker, Prof. Dietel und Frau Maria, Carmen-Sylva Hueber und Prof. Lieberknecht (v. links) Foto: Gisela Bauer

Finissage am 6. Oktober im Sächsischen Industriemuseum

Mit einer Führung der Künstler Birgit Enzmann, Frank Maibier, Rolf Lieberknecht und Ralph Siebenborn durch die Ausstellung und einer „Musikalischen Improvisation“ von Andreas Winkler auf der Viola endete die Präsentation der Marianne Brandt Gesellschaft. Die Vorsitzende Carmen-Sylva Hueber dankte allen Beteiligten in herzlichen Worten.