Formgestaltung

Marianne Brandts Entwürfe in der Metallwerkstatt am Bauhaus wie Lampen, Teekännchen und Aschenbecher wurden weltweit berühmt. Ihre funktional gestalteten und ästhetisch durchdachten Gebrauchsgegenstände sind zunächst in Weimar nur in kleiner Serie und aus wertvollem Material wie Silber oder Messing hergestellt worden.

Später in Dessau arbeitete sie bereits in der Entwurfsphase mit der Industrie zusammen. Über hundert ihrer Lampenentwürfe wurden realisiert und massenhaft industriell hergestellt (aus preiswerterem Material) und waren im Verkauf überaus erfolgreich. Damit hatte sie das ursprüngliche Ziel des Bauhauses verwirklicht.

Diesem Credo blieb sie während ihrer Tätigkeit im Bauatelier Gropius treu, wo sie hauptsächlich Inneneinrichtungen entwarf, wie auch als Leiterin der Entwurfsabteilung der Metallwarenfabrik Ruppelwerke in Gotha.


 

Nach dem Krieg konnte sie in der ersten hoffnungsvollen Phase gemeinsam mit anderen ehemaligen Bauhäuslern an diese Ideen als Dozentin für Holz, Metall und Keramik an der Hochschule für Werkkunst in Dresden, später am Institut für industrielle Gestaltung, anschließen. Doch wurde die ideologische Beeinflussung immer stärker und die Formalismus-Diskussion der DDR-Führung machte solches Arbeiten unmöglich.