1929 ABSCHIED VOM BAUHAUS

Am 01. Juli 1929 tritt Marianne Brandt, 35-jährig, nicht nur, wie in der Anlage ihres „bauhaus-diploms“ zu lesen ist, „…von der leitung der metallwerktstatt anlässlich der organisatorisch notwendig gewordenen zusammenlegung der tischlerei, wandmalerei und metallwerktstatt in eine neue ausbauwerkstatt“ zurück. Schon zum Zeitpunkt des Ausscheidens von Gropius und Moholy-Nagy wollte auch Marianne Brandt die Einrichtung verlassen, ließ sich aber zunächst darauf ein, die kommissarische Leitung der Metallwerkstatt zu übernehmen. Unter dem neuen Direktor Hannes Meyer veränderte sich das Bauhaus. Es mögen persönliche Gründe gewesen sein, die ihren Abschied vom Bauhaus bestimmten.

Ende Juli 1929 geht Marianne Brandt nach Berlin, wo sie mehrere Monate im Architekturbüro von Walter Gropius arbeitete. Dort war sie insbesonders mit dem Entwurf von Möbeln befasst.

Auszug aus der Kündigungsbestätigung durch den neuen Bahausdirektor Hannes Meyer vom 08. Juli 1929:

„wir bestätigen ihnen hiermit im sinne ihrer obrigen zuschrift, dass sie ihre stellung als mitarbeiterin der metall-werkstatt per 31. juli d. jahres kündigen. ferner notieren wir uns, dass sie am 16. juli ihren urlaub anzutreten wünschen, womit wir ebenfalls einverstanden sind….“