Ausbildung

Schule

Marianne Liebe absolvierte von Ostern 1900 bis Ostern 1903 in der Heinrich-Beck-Schule die Grundstufe. Da der weiblichen Jugend von Chemnitz erst nach 1918 der Weg in die städtischen Gymnasien offenstand, besuchte sie bis zum 14. Lebensjahr eine höhere Privat-Mädchenschule.


Studium der Malerei, Bildhauerei und Formgestaltung

Zur Vorbereitung auf das Studium besuchte Marianne Liebe ab Herbst 1911 für ein Jahr eine Freie Zeichenschule in Weimar (bei Prof. Flitzer) und daran anschließend bis 1913 die Gyps- und Naturschule bei Prof. Mackensen. Von 1913 bis 1917 studierte Marianne Liebe an der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst in Weimar Malerei, zunächst in der Zeichenklasse, später in der Naturschule bei Prof. Mackensen und Prof. Weise. Im letzten Jahr verlegte sie ihre Studien nach München. Abschließend studierte sie 1923 Bildhauerei bei Prof. Engelmann in Weimar.

Nachdem Marianne Brandt dieses Studium erfolgreich beendet hatte, beeindruckte sie eine Ausstellung des Weimarer Bauhauses so stark, dass sie beschloss, ein weiteres Studium aufzunehmen. Sie begann am Bauhaus mit dem Vorkurs, den jeder am Bauhaus zu belegen hatte, und studierte dann bei Albers und Moholy-Nagy Werk- und Materiallehre und künstlerische Gestaltung bei Kandinsky und Klee.

Silberschmiede-Lehre

Parallel zum Studium begann Marianne Brandt ab 1924 eine Lehre in der Silberschmiede- und Metallwerkstatt. Sie durfte diese Lehre nicht mit einer Gesellenprüfung ablegen, da diese für Frauen nicht zugelassen war.