“bauhausfrauen” TV Premiere: 13.2./22 Uhr in der ARD, ein Film von Susanne Radelhof, produziert von Maria Wischnewski/Koberstein Film · Im Auftrag von mdr & rbb Kamera: Marcus Winterbauer & Thomas Eirich-Schneider · Schnitt: Robert Handrick · Ton: Moritz Springer & Benedikt Gaussling · Producerin: Eva Rink Redaktion: Matthias Morgenthaler / mdr & Jens Stubenrauch / rbb · Leitung: Reinhard Bärenz / mdr

Preview: 7.2./ 19 Uhr in der Moritzburg Halle
TV-Premiere: 13. 2./ 22 Uhr in der ARD

Liebe Freunde, Mitstreiter, Kollegen und Unterstützer,
unsere Dokumentation »bauhausfrauen« ist fertig! Wir freuen uns sehr, den Sendetermin am 13. Februar um 22 Uhr in der ARD bekannt geben zu können – verbunden mit einem herzlichen Dankeschön an alle, die das Projekt mit Ihrer Expertise, Ihren Ideen und Ihrer Tatkraft unterstützt haben!!

Vorab wird der MDR eine Preview in Halle veranstalten. Wer es einrichten kann, ist herzlich am Donnerstag, den 7. Februar ins Kunstmuseum Moritzburg eingeladen.

Herzliche Grüße, auch im Namen von Maria Wischnewski,
Susanne Radelhof

ps: die 43min-Fassung des Films wird voraussichtlich Mitte April auf mdr/rbb zu sehen sein.

Das Bauhaus gilt als Heimstätte der Avantgarde und ist Sinnbild der Moderne. Heute, 100 Jahre nach dessenGründung, sind die Bauhausmeister die Stars der Architektur- und Designgeschichte. Doch die Geschichte des Bauhauses ist eine der männlichen Helden und bis heute stehen die Künstlerinnen in deren Schatten. Dabei wollte Gropius mit seinem Manifest nicht nur radikal neues Design erschaffen, sondern an einer offenen, modernen Gesellschaft bauen – mit dem Versprechen auf absolute Gleichberechtigung.

Doch wie erging es den Frauen am Bauhaus wirklich? Die Dokumentation wirft einen ganz neuen Blick auf den Mythos Bauhaus und erzählt diesen aus einer anderen Perspektive. Aus der der Frauen, die mit dem Versprechen auf ein neues, befreites Leben und Arbeiten voller Illusionen und Hoffnungen an die visionäre Kunstschule kamen –und mit alten Rollenbildern kollidierten.

Im Zentrum des Films stehen visionäre Frauen: Gunta Stölzl, die erfolgreiche Textildesignerin und einzige Frau unter den Meistern. Alma Buscher, die neuartige Kinderprodukte entwickelte und trotz ihres Erfolgs keine Unterstützung von Gropius bekam. Marianne Brandt, deren Metallarbeiten zu den Ikonen des Bauhauses gehören, während ihr Name lange vergessen war. Und die hochtalentierte Friedl Dicker, die dem Bauhaus-Gedanken bis ins KZ treu blieb.

Über einzigartiges Archivmaterial, Tagebucheinträge, Gespräche mit den Nachfahren und Bauhauskennern, erzählt die bewegende Dokumentation die Geschichten der Bauhausfrauen – bis heute mutige und inspirierende
Pionierinnen der Moderne, die mit ihrer Entschlossenheit und Begabung wesentlich dazu beitrugen, dass dasBauhaus-Design im 20. Jahrhundert die ganze Welt eroberte.

Veranstaltungstipp: Matinee der besonderen Art in einer “Tankstelle”. Einladung zur

Ausstellungseröffnung in
Tankstelle Projektraum, Chemnitz, Zwickauer Straße 214.

Christian von Borczyskowski
Waldmaschinen

Sonntag, 10.02.2019 um 11:00

Einführung und Gespräch mit Christian von Borczyskowski:
Rolf Lieberknecht

Unser Gründungs- und Vorstandsmitglied Prof. Christian von Borczyskowski, ehemaliger Rektor der Universität Chemnitz und Naturwissenschaftler,  Professor für Optische Spektroskopie und Molekülphysik an der Technischen Universität Chemnitz, zeigt sich von seiner künstlerisch-kreativen Seite mit musikalischer Untermalung von Jakob John, Schlagzeug.
Wo: Zwickauer Straße 214
Wann: Sonntag, 10.02.2019 um 11:00

Bauhausjahr: Wir bauen um !

Neuer Vorstand neue Ideen:

Unsere Mitglieder haben gewählt. Unser neuer Vorsitzender ist

Herr Dr. Jörg Feldkamp, langjähriger Direktor des Industriemuseums Chemnitz, das u. a. auch über zahlreiche Exponate von Marianne Brandt verfügt.

Seine Stellvertreter sind:

die Galeristin Kathrin Lahl der “Galerie Oben” (Die mit Marianne Brandt in enger Verbindung stehende Galerie Oben ist eine 1973 gegründete Kunstgalerie in Chemnitz, die bis heute Künstler der Gruppe Clara Mosch vertritt). 

Prof. Rolf Lieberknecht, Professor für Bildhauerei und dreidimensionale Gestaltung an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Er ist ein  für seine windkinetischen Skulpturen und Laserinstallationen bekannter Künstler und Bildhauer.

Ehrenvorsitzender ist nach wie vor der noch mit stolzen 84 Jahren als Freiberufler tätige Formgestalter

Prof. Karl Clauss Dietel

Er ist der Zeitzeuge, der Marianne Brandt höchst persönlich sehr gut kannte –  gerade auch im Zusammenhang mit der Galerie Oben und der als erster Formgestalter der DDR  2014 den vom Bundeswirtschaftsministerium als höchste offizielle deutsche Auszeichnung im Bereich Design verliehenen Bundesdesignpreis für sein Lebenswerk erhielt.

Spätestens zur Museumsnacht am 11.05.2019 öffnen wir wieder und laden in die neu gestalteteten Räume der Marianne Brandt-Gesellschaft ein.

 

Newsletter Brandt Aktuell 3/2018

Liebe Mitglieder und Freunde der Marianne Brandt Gesellschaft,

vermutlich hätte sich Marianne Brandt darüber gefreut, wie ihr 125. Geburtstag gefeiert wurde. Schließlich ging es bei den Veranstaltungen darum, ihr Werk und ihr künstlerisches Erbe vor dem Vergessen zu bewahren und den Gästen nahe zu bringen. Vor allem auch denjenigen, die es noch nicht oder nicht in dem Umfang kennen.

Jubiläum: 125 Jahre M. B.

So berichtete Kulturhistoriker Frank Werner aus Berlin am Montag, den 1. Oktober ab 19 Uhr  im Industriemuseum Chemnitz sehr anschaulich darüber, wie das einstige Atelier von Marianne Brandt im Prellerhaus rekonstruiert wurde und heute für die Besucher des Bauhauses Dessau zugänglich ist. Im Anschluss wurde der Film „stop styling“ von Gregor Hutz über den Formgestalter Prof. Karl Clauss Dietel gezeigt. Der Producer und Regisseur war extra aus Berlin angereist und beantwortete auch die Fragen der Teilnehmer.

Zuvor wurde in den Studienräumen der Marianne Brandt -Gesellschaft das Glas oder eine Tasse Tee auf die Jubilarin erhoben und vielfältige Gespräche über sie und ihr Wirken geführt. Dabei spielten die neu erworbenen Tee-Extraktkännchen sowie das Teekännchen von M.B. eine besondere Rolle.

Zu den Gästen und Gesprächspartnern zählte unter vielen anderen Hartwig Albiro, Theaterregisseur und einstiger Schauspielspieldirektor ebenso wie Eveline Rössler, ehemals Redakteurin der Freien Presse. Ihre Veröffentlichung über das verwahrloste Grab von Marianne Brandt hatte den Stein ins Rollen brachte und zur Gründung der Marianne Brandt Gesellschaft geführt. Die Initiatorin und jetzige Vorsitzende Carmen-Sylva Hueber freute sich sehr, dass Frau Rössler den Mitgliedsantrag für die MBG gleich vor Ort unterschrieb. Ein wahrlich guter Tag für den Beginn einer Mitgliedschaft.

Die Tür zu den Studienräumen im Marianne-Brandt-Haus war anlässlich des Jubiläums weit geöffnet, der Besucherstrom hielt sich dennoch in Grenzen, trotz mehrerer Hinweise darauf in der Freien Presse. Begründet zum einen, dass es ein Arbeitstag war, zum anderen, dass wohl  Marianne Brandt noch immer nicht in den Herzen der Chemnitzer angekommen ist.

Ein großes Dankeschön gilt an dieser Stelle der Freien Presse für einen ganzseitigen Beitrag über die Bauhaus-Ikone mit einem großformatigen Foto aus ihren besten Zeiten als Blickfang. Diese Veröffentlichung am 2. Oktober hat ganz bestimmt dazu beigetragen, den Lesern Marianne Brandt ein Stück näher zu bringen.

Das ist auf jeden Fall der Kulturwissenschaftlerin Dr. Anne-Kathrin Weise gelungen, die ebenfalls  am 2. Oktober in der Villa Esche Chemnitz ab 19 Uhr  ihr druckfrisches Buch „Marianne Brandt – Wegbereiterin des Produktdesigns“ präsentierte. Das Interesse der Chemnitzer war so groß, dass zusätzliche Stühle aufgestellt wurden. Die Autorin, die in der Schweiz lebt und arbeitet, ließ anhand von vielen, auch unbekannten Fotos und ihrer informativen Darstellung das Leben der Bauhauskünstlerin Revue passieren. Der anwesende Formgestalter Prof. Karl Clauss Dietel, der das Vorwort zum Buch verfasste,  erzählte zur Freude der Teilnehmer über seine persönlichen Begegnungen mit Marianne Brandt. Nach einem regen Austausch mit den Besuchern signierte Dr. Weise die Bücher der vielen Interessenten.

Die MBG hat bewiesen, dass sie durchaus in der Lage ist, interessante Angebote ganz im Sinne von Marianne Brandt zu präsentieren. Gelungen ist das dank des Engagements vor allem von Carmen-Sylva Hueber sowie Birgit Enzmann, Andrea Hertel, Ursula Lange und Dietmar Vogel.

 

Mitgliederversammlung mit Neuwahlen

Die MBG ist auf einem guten Weg und wird auf ihrer Mitgliederversammlung am 23. Oktober, ab 19 Uhr in den Studienräumen Heinrich-Beck-Str. 22 die Bilanz ziehen und die Vorhaben für das Jubiläum 100 Jahre Bauhaus beraten. Wir freuen uns auf alle Mitglieder und eine konstruktive Diskussion.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre Marianne Brandt Gesellschaft