BRAND(T)AKTUELL – Newsletter – 01/2019

Liebe Mitglieder und Freunde der Marianne Brandt – Gesellschaft,

auch wenn es im Bauhausjahr „bauhaus100“ keine Sommerpause gibt, lassen Sie uns einen Moment auf den Mai zurück blicken. Die 20. Auflage der Chemnitzer Museumsnacht am 11. Mai bewies einmal mehr, dass das Marianne Brandt Haus eine feste Größe in der Stadt ist. Mehr als 700 Gäste wollten die neu gestaltete Studiensammlung sehen und zeigten sich beeindruckt, wie nah die Chemnitzer Bauhauskünstlerin Marianne Brandt (MB) den Besuchern war.

Marianne Brandt – Gesellschaft immer internationaler
Seit ihrer Gründung vor 20 Jahren  zählen prominente Persönlichkeiten zur MBG, die bekannteste: Alberto Alessi, in dritter Generation Patron des italienischen Familienunternehmens Alessi. Michel Habets aus den Niederlanden und die Französin Stephane Dupont reihen sich ein. Inzwischen haben wir also Mitglieder in Italien, Niederlande, Frankreich, Belgien und last but not least Australien. Die MBG wird immer internationaler. Doch nicht nur das. Seitdem die Gesellschaft im Vorjahr „125 Jahre Marianne Brandt“ mit einem exklusiven Programm für alle Chemnitzer beging, folgten zahlreiche Mitgliedschaften. In diesem Jahr freuen wir uns über die neuen Mitglieder:  Dr. Ingeborg Helling-Boch, Dr. Klaus und Sigrid Grove,  Chirurg Dipl.-med. Detlev Tränkmann, Fotograf Dirk Hanus und Dr. Ruth McDermott.

Besuch aus Australien im Marianne Brandt Haus
Die australische Lichtkünstlerin Dr. Ruth McDermott interessiert sich besonders für die Bauhausleuchten, für die Marianne Brandt wesentlich verantwortlich war. Bei ihren Forschungen wurde McDermott auch bei der Marianne Brandt – Gesellschaft (MBG)  fündig, die sie mit Auskünften, Literatur und Objekten unterstützte. Schnell war der Kontakt hergestellt und der Besuch in Chemnitz vereinbart.

Am 22. Juli begrüßten Dr. Jörg Feldkamp, Vorsitzender, und die Vorstandmitglieder Birgit Enzmann und Prof. Rolf Lieberknecht die australischen Gäste. In den Räumen der Gesellschaft im ehemaligen Elternhaus von MB zeigten sich McDermott und ihr Partner, der Lichtdesigner Ben Baxter überrascht und begeistert.  Der Aura Marianne Brandts so nahe kommen, wäre  in den berühmten Museen zum Bauhaus kaum möglich. Was für ein Kompliment aus berufenem Mund. Beide Künstler sind international bereits mit großen Lichtkunst-Installationen in Erscheinung getreten. Auf ihrer Homepage  www.mcdermottbaxter.comkann man sich davon überzeugen. Bei dieser für beide Seiten großartigen Begegnung setzte Frau McDermott auch ihren Wunsch in die Tat um und unterschrieb den Mitgliedsantrag für die MBG.

Rückschau:  Birgit Enzmann ist neue Schatzmeisterin
Die Mitgliederversammlung fand am 10. Mai  im Tankstelle Projektraum Zwickauer Str. 214 statt.  Auf Grund des Rücktritts des bisherigen Schatzmeisters Kai Busacker war eine Neuwahl notwendig. Als neue Schatzmeisterin wurde die Künstlerin Birgit Enzmann gewählt. Zusätzlich bestätigte die Mitgliederversammlung mehrheitlich zwei Kassenprüfer. Das sind: Martina Wutzler und Wulf Lakemeier.  Die vorgeschlagenen  Satzungsänderungen  wurden einstimmig angenommen. ZurZusammenarbeit mit der Henry van de Velde Gesellschaft e. V. wurden erste Schritte festgelegt. Die Mitgliederversammlung wurde informiert, dass der Sächsische Frauenrat (SFR) an die Gesellschaft herangetreten ist, um zu Ehren von Marianne Brandt eine Gedenktafel an ihrem Wohnhaus in Chemnitz anzubringen. Die Kosten werden vom SFR übernommen. Der Vorstand begrüßt dieses Vorhaben.

Nächste Projekte der MBG
Die nächsten Projekte sind eine Exkursion zum neuen Bauhausmuseum in Weimar, und wenn diese Idee von den Mitgliedern positiv angenommen wird, später auch nach Dessau. Für ein ungewöhnliches Projekt „MIT PFIFF“ hat der Vorstand einen Fördermittelantrag gestellt.  Die MBG befindet auf einem sehr guten Weg. Wann die  “Geburtstagsparty” zum 20-jährigen Bestehen der Gesellschaft stattfindet,  wird der Vorstand abwägen.
Ihre Ideen und Vorschläge zu unserer Arbeit nehmen wir gern persönlich oder über info@mariannebrandt-gesellschaft.deentgegen und bedanken uns vorab für die Unterstützung.

Mit herzlichen Grüßen Ihre Marianne Brandt-Gesellschaft
Dr. Jörg Feldkamp, Vorsitzender

Architektursymposium Chemnitz 29. Juni 2019:

Tipp: Unsere Cooperationspartner: die Henry van de Velde-Gesellschaft gemeinsam mit den Initiatoren von ” Tankstelle Projektraum” veranstalten zum Tag der Architektur 2019 ein Symposium unter dem Motto

Braucht die Stadt architektonische Leuchttürme

Einladung:
Im Rahmen der Ausstellung Udo Hesse Architekten – Portraits und zum Tag der Architektur 2019 laden wir gemeinsam mit der Van de Velde Gesellschaft Sachsen herzlich ein zu einem Aarchitektursymposium zu Fragen des Bauens in Chemnitz: braucht eine Stadt architektonische Leuchttürme?

wann:
am samstag 29.06.2019 14 h
ort:
im INTENTA firmensitz
(zugang von ulmenstraße, ecke zwickauer straße)
programm:
Unter anderem wirken der Baubürgermeister der Stadt Chemnitz, Herr Dipl. Ing. Michael Stötzer sowie die Vorsitzende der Jury – Architekturpreis Chemnitz 2018 – Frau Pprof. Hilde Léon (Bberlin) mit. eingeladen zur Teilnahme sind sowohl Bürger als auch Fachleute. Näheres zum Programm und den Mitwirkenden entnehmen sie bitte dem Anhang. Die Teilnahme ist kostenlos.

Das rote Bauhaus – Eine Geschichte von Hoffnung und Scheitern

 

Die Henry van de Velde Gesellschaft Sachsen e.V. lädt zusammen mit  der GGG/Villa Esche und der  Marianne Brandt-Gesellschaft e.V. ein zu dem Vortrag:

Das rote Bauhaus Eine Geschichte von Hoffnung und Scheitern mit Ursula Muscheler, Düsseldorf,

am Donnerstag, dem 27. Juni 2019 um 19.00 Uhr in der Villa Esche, Parkstraße 58, 09120 Chemnitz

 

Die Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre trieb viele deutsche Architekten in die Sowjetunion, die mit guter Bezahlung und den Großprojekten des Fünfjahrplans lockte. Bekannte Leute kamen, wie Ernst May und Bruno Taut, und unbekanntere, wie die Mitglieder der Bauhaus-Brigade Rot Front, angeführt vom ehemaligen Bauhausdirektor Hannes Meyer. Sie waren Protagonisten des Neuen Bauens, das im Westen häufig als „bolschewistisch“ verunglimpft wurde, und hofften, in Russland nach ihren Vorstellungen bauen zu können. Wie erging es ihnen? Was konnten sie planen und bauen? War es eine Reise ohne Wiederkehr? Die Architektin Ursula Muscheler erzählt eine Geschichte von Migration und Flucht, von Überleben und Tod, von Hoffnung und Scheitern. In „Möbel, Kunst und feine Nerven“ schrieb sie zuletzt über „Henry van de Velde und den Kultus der Schönheit“ und ist geschätzt als Autorin erzählender Sachbücher zur Architekturgeschichte.

Am 11. Mai 2019

Pünktlich zur diesjährigen Chemnitzer Museumsnacht werden wir die neu eingerichteten Studienräume der Marianne Brandt-Gesellschaft e. V. im ehemaligen Elternhaus der Bauhausgestalterin wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machen.

Die Marianne Brandt Gesellschaft wurde vor 20 Jahren ins Leben gerufen, um die Erinnerung an die große Tochter der Stadt Chemnitz wach zu halten, ihren Lebensweg aufzuzeigen und ihr Werk im Umfeld anderer bedeutender Bauhauskünstler zu dokumentieren.

Die Studienräume werden zunächst nur nach Absprache und an festgesetzten Terminen zu besichtigen sein. Telefon 0371 – 6661569 (Galerie Oben)

Marianne Brandt, ihr Leben und Werk im Kontext weiterer Bauhauskünstler

Wiedereröffnung der neu gestalteten Studiensammlung zur Chemnitzer Museumsnacht 

Samstag, 11. Mai 2019

von 18.00-23.00 Uhr

Marianne Brandt Haus, Heinrich Beck-Str. 22, 09112 Chemnitz, direkt an der in dieser Nacht eigens dafür eingerichteten Bushaltestelle:

18.00 Uhr
Offizielle Eröffnung der von Prof. Rolf Lieberknecht neu gestalteteten Studiensammlung zu Marianne Brandt und dem Bauhaus mit Dr. Jörg Feldkamp, Vorsitzender der Marianne Brandt-Gesellschaft e.V.

19.30 Uhr
Gespräch mit Prof. Karl Clauss Dietel, Ehrenvorsitzender der Marianne Brandt-Gesellschaft e.V. und Träger des Bundesdesignpreises, über seine Begegnungen und Gespräche mit Marianne Brandt

bei einem Glas Rotwein oder Mineralwasser

Tipp: Gleich gegenüber geht es zur Sonderausstellung in der Galerie Oben mit Kathrin Lahl (stellvertretende Vorsitzende der Marianne Brandt Gesellschaft e. V.)

Und: Unsere beiden Mitglieder Prof. Christian von Borczyskowski und Prof. Rolf Lieberknecht (stellvertretender Vorsitzender derMarianne Brandt-Gesellschaft e.V.) laden  ein:  in den TANKSTELLE PROJEKTRAUM, Zwickauer Str. 214  zu einer Führung durch die Ausstellung: “Typografische Bilder”.  Gespräche mit dem Künstler Nicolaus Ott finden um 18:00 und 19:00 Uhr statt.