Aufenthalte

1893 – 1900/1901 Chemnitz, Hohe Str. 17
Marianne Brandt wurde am 1. Oktober 1893 auf dem Kaßberg in der Hohen Straße Nr. 17 geboren.

Das Geburtshaus von Marianne Brandt ist heute nicht mehr vorhanden. Es befand sich in einem gutbürgerlichen Viertel, dem sog. “Gerichtsviertel”; auf dem Kaßberg.

1900/1901 bis Herbst 1911, Chemnitz, Heinrich-Beck-Str. 22
Zwischen 1900 und 1901 zog die Familie in ein nahegelegenes Haus, Heinrich-Beck-Str. 22, ebenfalls auf dem Kaßberg gelegen, das Eigentum der Familie war. Dies ist jenes Gebäude, das seit der Einweihung am 1. Oktober 2003, dem 110. Geburtstag von Marianne Brandt, das Marianne Brandt-Haus genannt wird. In diesem Haus lebte Marianne Brandt die meiste Zeit ihres Lebens, nur unterbrochen in den Jahren 1911 bis 1933 durch Ausbildung, Studium und Arbeit in Weimar, Dessau, Berlin und Gotha, und durch die Hochzeit mit dem Maler Erik Brandt in Norwegen, dem sich Aufenthalte in Norwegen und Frankreich anschlossen.

Aber die Familie, die Eltern und die ältere Schwester Johanna, wohnten weiterhin in diesem Haus, so dass Marianne Brandt oft zu Besuch bei ihnen weilen konnte.

1933 – 1945, Chemnitz, Heinrich-Beck-Str. 22
Marianne Brandt wohnte in der Wohnung ihrer Eltern. Der Vater starb 1936, die Mutter 1947. Die Schwester Johanna Liebe erlebte gemeinsam mit Marianne Brandt und ihrer Mutter die Bombardierung von Chemnitz und die Zerstörung des Hauses. Marianne Brandt überlebte das Ende des Krieges bei einer Cousine in Frankenberg.

Nach Beendigung des Krieges versuchte Marianne Brandt einen Neuanfang. Sie baute ihr Haus provisorisch wieder auf, beteiligt sich am Abklopfen der Ziegel u.a.. Davon sind uns Skizzen von Marianne Brandt erhalten. Auch kennen wir Bauzeichnungen, die der Architekt Curt am Ende erstellte (siehe Anlage). Sie sind datiert vom 6.4.1946. Aber noch im Januar 1947 muss Marianne Brandt in Frankenberg gewohnt haben, da dort ihre Mutter am 24.1.1947 gestorben ist.

1945 – 1948, Frankenberg, Mettigstr. 13
Marianne Brandt konnte zusammen mit ihrer Mutter und der Schwester nach der Zerstörung ihres Hauses Zuflucht bei einer Cousine in Frankenberg finden.

1954 – 1976, Karl-Marx-Stadt, Johannes-R.-Becher-Str. 22
Die Heinrich-Beck-Str. hatte zuvor den Namen Kastanienstr., wurde zu DDR-Zeiten umbenannt in Johannes-R.-Becher-Straße. Seit der Wende hat sie den Namen Heinrich-Beck-Straße wieder erhalten.

Außerdem erhielt Chemnitz den Namen Karl-Marx-Stadt, was ebenfalls nach der Wende rückgängig gemacht wurde.

Weitere bekannte Wohnstätten
Weimar, Cranachstr.
Kristiana (heute Oslo), Norwegen, Stensberggate 19, Haus der Eltern
von Erik Brandt und Neuberggaten, Atelierwohnung mit Erik Brandt
Sollia, Norwegen (Ferienhaus)
Dessau im Prellerhaus des Bauhauses
Gotha
Paris, Frankreich, 19 rue Daguerre Paris 14 arr.
Kirchberg (bei Zwickau)