Newsletter der MB-G  2/2017

Liebe Mitglieder und Freunde der Marianne Brandt Gesellschaft,

dank des Engagements unseres Mitgliedes Prof. Rolf Lieberknecht konnte am 20. Mai zur Chemnitzer Museumsnacht eine bemerkenswerte Sonderausstellung gezeigt werden. Unter dem Titel

„Rolf Lieberknecht MB Mobile Balance“

präsentierte der Künstler acht kinetische Skulpturen. Damit war das Marianne Brandt Haus schon vor dem offiziellen Beginn um 18 Uhr ein Besuchermagnet und zog bis fast Mitternacht Scharen von Chemnitzern und Gästen der Stadt an. Einer der beiden Studienräume bot in frischem Weiß ein ästhetisches Ambiente für die Kunstwerke. Die sonst hier hängenden Fotos von Marianne Brandt waren auch weiß verhüllt. Trotzdem schien sie in den Raum zu lugen und damit anwesend zu sein. Ganz im Sinne und mit Bezug auf die beiden Versalien MB, die der Künstler durchaus doppeldeutig verstanden wissen wollte. Vom Edelstahl als Material für ihre Kunst konnte die Bauhaus-Ikone damals nur träumen. Die ganz realen Besucher offenbarten viel Interesse und Neugier, und so entspann sich über den gesamten Abend ein oft auch heiterer Dialog mit Rolf Lieberknecht. Ganz bestimmt bleiben diese Gespräche lange in Erinnerung, denn einem Künstler so hautnah und aufgeschlossen zu begegnen, erlebt man wohl nicht alle Tage.

Impressionen von der Museumsnacht im und vor dem Marianne Brandt Haus. Fotos (11): ©Ursula Lange

 

Dass sich auch Chemnitzer Persönlichkeiten wie Hartwig Albiro oder Prof. Karl Clauss Dietel unter die Besucher mischten, zeigt die Wertschätzung des Künstlers aus Nordrhein-Westfalen. Inzwischen hat er seit langem in Chemnitz-Einsiedel seine Wurzeln geschlagen, da wo einst seine Großeltern als Unternehmer ihre Spuren hinterließen.

Nach dieser rundum gelungenen Museumsnacht mit zahlreichen Gesprächen bei Wasser oder Wein auch im Freien vor dem Marianne Brandt Haus wird die MBG in einer Mitgliederversammlung die Weichen neu stellen und entscheiden müssen, welchen Weg sie nach Jahren der Stagnation einschlagen wird.

 

100 Jahre Bauhaus – Nachtrag in eigener Sache

Ein Jubiläum wirft seine Schatten voraus: 100 Jahre Bauhaus 2019. Aus diesem Anlass wird im Erfurter Angermuseum die Ausstellung „BAUHAUSMÄDELS“ gezeigt. Diese kuratiert Prof. Patrick Rössler von der Uni Erfurt. Auf seine Initiative fand im April in Chemnitz ein Arbeitstreffen zwischen ihm und Mitgliedern der MBG statt.

Mitglieder der MBG Rolf Lieberknecht und Ursula Lange mit Patrick Rössler (rechts). Foto: CS. Hueber

Zu den vier für die Exposition ausgewählten Bauhäuslerinnen zählt Marianne Brandt, und eine mögliche Kooperation mit unserer Gesellschaft liegt somit auf der Hand.
Vorsitzende Carmen Sylva Hueber wie auch Prof. Rolf Lieberknecht entwickelten Ideen wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte.
Und noch eine Information: Das Marianne Brandt Haus zählt zu den 22 Sehenswürdigkeiten, die man in der Stadt der Moderne gesehen haben muss, empfiehlt das Reisemagazin VISIT CHEMNITZ 2017. Auch ein Ansporn für unsere Arbeit.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre Marianne Brandt Gesellschaft