Newsletter der MB-G 2/2013

Liebe Mitglieder und Freunde der Marianne Brandt Gesellschaft,

unser zweiter interner Newsletter informiert Sie über die Aktivitäten der Marianne Brandt Gesellschaft. Gern nehmen wir auch weiterhin Ihre Fragen, Anregungen und Vorschläge zur Optimierung unserer gemeinsamen Arbeit im Sinne von Marianne Brandt auf.

Vernissage zur Ausstellung “Metallische Impressionen”

Carmen-Sylva Hueber, Vorsitzende der Marianne Brandt Gesellschaft (links) und Dr. Rita Müller vom Industriemuseum im Gespräch mit Prof. Christian von Borczykowski. Fotos(3): Ursula Lange. Im Hintergrund auf der Lok das Exponat “L’Albatros” von Prof. Rolf Lieberknecht.

Die Marianne Brandt Gesellschaft zeigte vom 17. September bis 6. Oktober im Industriemuseum Chemnitz die Ausstellung „Metallische Impressionen“ und würdigte damit die größte Tochter der Stadt. Anlass ist ihr 120. Geburtstag und der 30. Todestag in diesem Jahr. Ausgewählte Arbeiten von Karl Clauss Dietel, Birgit Enzmann, Rolf Lieberknecht, Frank Maibier, Anna Franziska Schwarzbach und Ralph Siebenborn wurden als unerwartete Kontrapunkte zu den Exponaten des Industriemuseums präsentiert, sozusagen als „Ausstellung in der Ausstellung“. Zu den Exponaten zählten auch die Metall-Skulptur „Wandel“ von Prof. Dietel und die Marianne Brandt Eisenbüste von Anna Franziska Schwarzbach vor dem Industriemuseum. Ebenso zu sehen Kinetik in Metall oder Metallisches und Hölzernes aus der Flut.

Die Künstler traten mit ihren Exponaten in einen Dialog mit Marianne Brandt und spürten der Frage nach, wie in der heutigen Zeit Bildende Kunst und Gestaltung korrespondieren.

„Unsere Präsentation baut auf der gemeinsamen Basis des Materials Metall auf“, betonte die Vorsitzende der MBG Carmen-Sylva Hueber in ihrer Begrüßung der nahezu 100 Gäste, darunter auch Dorothee Obst, die Bürgermeisterin von Kirchberg, wo Marianne Brandt ihre letzten Jahre verbrachte und starb.

In die Ausstellung führte Diana Kopka ein, Wissenschaftliche Volontärin an den Kunstsammlungen Chemnitz. Sie fand bildhafte Worte zu allen Arbeiten und verdeutlichte wie diese auf unterschiedliche Weise Metall und Kunst verbinden.

Diana Kopka von den Kunstsammlungen Chemnitz (rechts im Bild) erklärt anschaulich die Exponate der „Ausstellung in der Ausstellung“.

Im Anschluss hatten die Besucher Gelegenheit, die zur Vernissage anwesenden Künstler, also Prof. Dietel, Prof. Lieberknecht und Ralph Siebenborn, über ihre Exponate auszufragen, und sie nutzten das reichlich. Denn gerade die faszinierenden vier kinetischen Objekte von Rolf Lieberknecht lassen viel Spielraum für den Gedankenaustausch, und der Künstler selbst hat interessante Erklärungen parat. Zudem gab es ganz zeitgemäß per Code Informationen auf das Smartphone.

Prof. Lieberknecht (rechts) und Ralph Siebenborn am Kolossalkopf von Marianne Brandt.
Prof. Dietel im Gespräch mit Dorothee Obst, Bürgermeisterin von Kirchberg (links im Bild) und Ursula Lange, Pressesprecherin der MBG

Ehrung zum 120. Geburtstag

Am 1. Oktober ehrten Mitglieder der Marianne Brandt Gesellschaft die Bauhaus-Künstlerin anlässlich ihres 120.Geburtstages an der Grab-Stele auf dem Nikolai Friedhof Chemnitz und legten Blumen nieder (Foto unten). Anschließend besprachen Vorsitzende Carmen-Sylva Hueber und der Vorstand in der Villa Esche die neuen Vorhaben der Gesellschaft.

An der Grab-Stele von Marianne Brandt auf dem Nikolai Friedhof Chemnitz: Kai Busacker, Prof. Dietel und Frau Maria, Carmen-Sylva Hueber und Prof. Lieberknecht (v. links) Foto: Gisela Bauer

Finissage am 6. Oktober im Sächsischen Industriemuseum

Mit einer Führung der Künstler Birgit Enzmann, Frank Maibier, Rolf Lieberknecht und Ralph Siebenborn durch die Ausstellung und einer „Musikalischen Improvisation“ von Andreas Winkler auf der Viola endete die Präsentation der Marianne Brandt Gesellschaft. Die Vorsitzende Carmen-Sylva Hueber dankte allen Beteiligten in herzlichen Worten.